Highland-Games 2018

Highland-Games

Kurz vor den Weihnachtsferien begaben sich die JS2-Schüler in die Tiefen der schottischen Tradition: In den letzten zwei Sportstunden am 18. Dezember 2018 fanden als Weihnachtsspecial die sogenannten „Highland Games“ statt, die von den Sportlehrerinnen Isabel Meier-Lang und Mareike Pfeuffer initiiert wurden.

Zugegeben, die ersten fünf Stunden des Tages waren für die angehenden Abiturienten eine Herausforderung, die eigentlich schon alleinstehend einem sportlichen Wettkampf glich: Nach der fünfstündigen Deutschklausur waren die Hände durch das stundenlange Schreiben wohl trainiert wie sonst selten, der Kampf gegen die Zeit war eine äußert sportliche Angelegenheit und nicht zuletzt befand sich die Motivation an ihrem Tiefpunkt. Die anfängliche Skepsis gegenüber der darauffolgenden physisch-sportlichen Aktivität, die die erschöpften Schüler erwartete, war groß.

Umso erfreulicher waren aber die letzten Sportstunden des Jahres 2018: Die Highland Games repräsentieren nicht nur Sportlichkeit in Form von kuriosen Disziplinen wie Baumstammwerfen oder Hammerwerfen, sondern sie sind auch wegen ihrer Traditionsgebundenheit zur schottischen Kultur ein sommerlicher Touristenmagnet. Um diesem schottischen Ideal möglichst nahezukommen, waren die Teilnahmebedingungen an den GT-Highland-Games dementsprechend angepasst: Tatsächlich hatte fast die halbe Klasse zu diesem Anlass ein Rock angezogen – ganz im Sinne des Schottenrock-Kults.

Auch wenn die Bedingungen des anbrechenden Winters eine wirklichkeitsgetreue Umsetzung dieses sportlichen Ereignisses nicht zuließen, waren die Disziplinen an das traditionelle schottische Vorbild angelehnt: Statt Steinen wurden – aufgeteilt in zwei Clans – die altbekannten Kugeln zum Kugelstoßen in die Luft gejagt, statt Baumstämmen wurden Schaumstoff-Stäbe durch die Halle geschleudert. Und das sogenannte Highlander-Slalom wurde Schauplatz dessen, was ein Außenstehender wohl verwirrt abstempeln würde als Personenkonglomerat, das in Huckepack Wäscheklammern an der Wand hinterhereifert. Besonders spektakulär waren die Zweikämpfe, bei denen der Schwebebalken kurzerhand zu einer Tribüne sich duellierender Schüler umfunktioniert wurde.

Den Höhepunkt dieser Wettkämpfe bildete das altbekannte Tauziehen, bei dem die Clans den Sieg für sich zu ergattern versuchten; beide Teams konzentrierten noch einmal ihren ganzen Ehrgeiz und Eifer in die letzten Minuten dieses Duells; schließlich war die Trophäe für beide in Sichtweite.

Die Neuinterpretation der Highland-Games war für alle zwar etwas ungewohnt, bot aber einen außergewöhnlichen und spaßigen Ausgleich zum Vormittag, sodass die anfängliche Skepsis bereits von Beginn an in freudige Gesichter umschlug. In diesem Sinne danken wir Frau Meier-Lang und Frau Pfeuffer für dieses Special, das unsere Laune erfolgreich aus ihrem Tief beförderte und zudem einen zünftigen Übergang in die Weihnachtsferien gestaltete.

Artikel von Mai Saito

SMV-Doku-Team