Verabschiedungen im Schuljahr 2017/2018

Verabschiedungen 2018 

Zum Schuljahresende verabschiedete das Gymnasium Trossingen 11 Lehrerinnen und Lehrer. Fünf engagierte und verdiente Kollegen gehen in den Ruhestand. Mit Studiendirektor Raimund Ilg, Oberstudienrätin Vera Niedermann-Wolf sowie den Oberstudienräten Werner Messner, Wilfrid Striker und Friedrich Martensen verlässt eine Lehrergeneration die Schule, die von der 68er-Bewegung stark beeinflusst war und mit ihrem kritischen Geist und Horizont das Schulleben auf besondere Weise geprägt hat. Darüber hinaus wechseln Theresia Zepf, Roswitha Moosbrugger und Silvia Foffi ihre Wirkungsstätte und drei Referendarinnen und Referendare haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet.

Mit rekordverdächtigen 37 Jahren Lehrtätigkeit im Fach Bildende Kunst am Gymnasium Trossingen gehört Raimund Ilg sicherlich zu den dienstältesten Kollegen überhaupt. Nach Abitur am Leibniz-Gymnasium Rottweil und Studium in Stuttgart führte ihn das Referendariat zunächst in den Schwarzwald nach Titisee-Neustadt, anschließend nach Donaueschingen, bis er 1981 seine Unterrichtstätigkeit am Gymnasium Trossingen aufnahm – und diesem bis zu seiner Pensionierung treu blieb. Darüber hinaus war er Fachberater und leitete an der Landesakademie Schloss Rotenfels unzählige Fortbildungen und Workshops. Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht, hergestellt mit unterschiedlichsten Materialien und Techniken, präsentierte er in sorgfältig kuratierten Ausstellungen im Schulhaus und machte es so lebendig. Ebenso bereicherte er Aufführungen der Musical- und Theater-AG durch Herstellung des Bühnenbildes, führte viele kunstorientierte Studienfahrten durch und pflegte das Fotoarchiv die Chronik der Schule. Die Beratung bei ästhetischen Fragen, u.a. auch bei der Gestaltung von Abi-Denkmälern, sein kritischer Geist, seine Hilfs- und Gesprächsbereitschaft sowie sein enormes unermüdliches Engagement für die Schule machten ihn zu einer verlässlichen und hoch geachteten Autorität.

 

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Wilfrid Striker kam 1983 nach dem Studium und Referendariat in den Fächern Latein und Musik in Freiburg sowie einem kurzen Intermezzo in Ulm wieder zurück auf die Baar an das Gymnasium Trossingen. Er machte seine Schule zur „Latein-Bastion“, in dem er viele Schüler zum Latinum führte. Im Unterricht war er bekannt für seinen ausgeprägten und konsequenten künstlerischen Anspruch, der in Verbindung mit seiner Originalität zu höchst musikalischen und kreativen Konzertbeiträgen führte. Durch zahllose Schulkonzerte und Aufführungen, Musicalfahrten, Begleitung von Schülergottesdiensten, AG-Leitung und vielem mehr gestaltete er als echter Allrounder intensiv ebenso das außerunterrichtliche Schulleben. Besonders setzte er sich für die Profilierung des Fachs Musik ein und kämpfte gegen die Erosion von Anspruch und Niveau. Auch als Verbindungslehrer zur Schülermitverwaltung, als Mentor von Referendaren und in verschiedenen Gremien für die interne Schulentwicklung war er während der vergangenen 35 Jahre ein wichtiger Motor vor und hinter den Kulissen des Gymnasiums. Einen besonderen Bezug zum Trossinger Musikleben hatte er übrigens seit 2012, als ihm vom Regierungspräsidium der Prüfungsvorsitz am Hohner-Konservatorium übertragen wurde.

 

Verabschiedung

Werner Messner war Lehrer für Mathematik und Physik am Gymnasium Trossingen und ist dem Ort ganz besonders verbunden, hat er hier doch auch seine Schulzeit samt Abitur absolviert. Nach dem ersten Staatsexamen in Tübingen folgte 1982 das Referendariat in Schwenningen und Sulz am Neckar. Anschließend unterrichtete er 1984 zunächst als Mutterschaftsvertretung am Gymnasium Trossingen, bis er von der Schule fest übernommen werden konnte. Schon 1985 übernahm er Verantwortung als Strahlenschutzbeauftragter und versah das Amt bis zu seiner Pensionierung gewissenhaft. Im Laufe seiner 34 Dienstjahre übte er zahlreiche Aufgaben zusätzlich zum regulären Unterricht aus, darunter Tätigkeit als Oberstufenberater, Klassenlehrer, Tutor von Oberstufenschülern und Mentor von Referendaren, Mitarbeit in Verwaltungsaufgaben und am Vertretungsplan, Vorbereitung und Durchführung von Schullandheimaufenthalten, Erstellung von Abituraufgaben in Mathematik und Physik sowie Prüfungsvorsitze, und auch Fachvertretung und Sammlungsleiter des Faches Mathematik. Durch seine ruhige, immer freundliche und ausgleichende Art galt er als ruhender Pol im Kollegium. Bei den Schülern waren seine Qualitäten als Mathelehrer legendär, schaffte er es auf beeindruckende Weise immer, die Schüler zu motivieren und zu Leistungen zu bringen. Durch seine stete Präsenz bei Schulveranstaltungen brachte er Schülern und Kollegen Wertschätzung entgegen, seine Hilfsbereitschaft war stets wertvolle Unterstützung.

 

Verabschiedungen

Mit den Fächern Biologie und Chemie kam Vera Niedermann-Wolf als erfahrene Lehrkraft 1995 im Anschluss an ihre Elternzeit an das Gymnasium Trossingen – zuvor hatte sie bereits acht Jahre am Gymnasium Sillenbuch unterrichtet. Ihr großes Interesse an psychologischen Fragestellungen zeigte sich in der Weiterqualifizierung durch weit über 50 Fortbildungen im Fach Psychologie. Bereits 1996 begann sie, Psychologie als Oberstufenfach am Gymnasium Trossingen aufzubauen und zu etablieren. Neben stetigen Fortbildungen in den eigenen Fächern prägte ihr umsichtiger Weitblick ihre Arbeit an der Schule. So war sie beispielsweise engagiert im Bereich Soziales Lernen und entwickelte in diesem Zusammenhang die Sozialstunden mit, im Bereich Suchtprävention führte sie jahrelang Selbstbehauptungs-Trainings durch, Lehrergesundheit und Gleichberechtigung lagen ihr ebenso engagiert am Herzen. Dabei setzte sie nicht nur Impulse, sondern schaffte es, ihre Anliegen zu institutionalisieren und so langfristig im Schulleben zu verankern. Ihrer Tatkraft und ihrem klaren Blick für die Menschen im Kosmos Schule, ihrem unerschütterlichen Einsatz für die Schülerinnen und Schüler verdankt das Gymnasium Trossingen sehr viel an präventiver, personaler und sozialer Kompetenz.

 

Verabschiedungen

Als Nordlicht wurde Friedrich Martensen im sog. Ländertauschverfahren 2004 vom Domgymnasium Verden nach Trossingen geführt und brachte mit seinem norddeutschen Naturell eine ganz andere Mentalität an das Gymnasium der schwäbischen Kleinstadt. Deutschlands Südwesten war ihm nicht fremd, hatte er doch nach seinem Abitur in Husum in Freiburg Politik, Deutsch, Geschichte und Philosophie studiert. Es folgten Lehrtätigkeiten an verschiedenen Schulen in Niedersachsen, Baden-Württemberg und ein fünf Jahre Auslandsschuldienst in Valencia. In diese Zeit fiel auch seine Spielleiterausbildung an der Universität Oldenburg; er leitete Theater-AGs, organisierte an die 150 Theaterfahrten und realisierte Projekte mit dem Bremer Theater und Radio Bremen. Angekommen in Trossingen unterrichtete er neben seinen Stammfächern Deutsch und Gemeinschaftskunde auch Ethik und leitete jahrelang eine Philosophie-AG. Auch organisierte und begleitete er Studienfahrten nach Berlin, war Vertrauenslehrer, zehn Jahre im Personalrat tätig und Fachvertreter. Mit seinem kritischen Geist war er prägend für das Bildungsgeschehen am Gymnasium Trossingen.

 

Neben den Pensionären verabschiedete die Schule auch weitere Lehrkräfte. Diplomtheologin Theresia Zepf hat während ihrer zehnjährigen Tätigkeit am Gymnasium Trossingen katholische Religion unterrichtet sowie zahlreiche Schulgottesdienste mitgestaltet und an der Orgel musikalisch begleitet. Sie tritt im kommenden Schuljahr eine Stelle an der Nell-Breuning-Schule Rottweil an.
Mit den Fächern Italienisch und Englisch war Silvia Foffi seit dem Schuljahr 2014 in Trossingen tätig. Sie verlässt die Schule aus familiären Gründen, um künftig im Raum Lahr tätig zu sein.
Roswitha Moosbrugger hatte nach den Pfingstferien Vertretungen im Fach Mathematik übernommen. Obwohl sich das Schuljahr bereits dem Ende neigte, hat sie sich mit großer Sensibilität in ihre übernommenen Klassen eingefühlt. Ihr Vertrag lief zum Schuljahresende aus, sie wird voraussichtlich zum neuen Schuljahr eine Stelle am Berufsschulzentrum Stockach antreten.
Auch wurden die Referendare Elisabeth Kropp, Mareike Pfeuffer und Patrick Egge verabschiedet, wobei Mareike Pfeuffer im kommenden Schuljahr ihre Unterrichtstätigkeit als volle Lehrkraft mit den Fächern Französisch und Sport am Gymnasium Trossingen weiterführen darf. Elisabeth Kropp und Patrick Egge werden künftig an Schulen in Frankfurt und Ulm unterrichten.

 

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