2015 China – das Reich der Mitte im Wandel

Seminarkurs am Gymnasium Trossingen mit vielen Besuchern und interessanten Themen.

Wie ist es um die Rolle der Frauen in China bestellt? Wie rot ist Chinas Kapitalismus? Welche Ursachen und Folgen hat Chinas rasante Urbanisierung? Mit diesen und vielen anderen interessanten Fragen befassten sich die Schüler des Gymnasiums Trossingen im Seminarkurs „China im Wandel“ unter Leitung von Peter Armbruster, Otto Schmidt und Johannes Schröder. Am Montag, 20.Juli präsentierten 12 Schüler unter großem öffentlichem Interesse ihre Ergebnisse.

Am Gymnasium Trossingen gab es in diesem Jahr zwei Seminarkurse: „China im Wandel“ und „Mensch & Maschine“. Das Angebot fand in der 11. Klasse, also in den ersten beiden Semestern der Kursstufe, statt – drei Unterrichts am Mittwochnachmittag waren die Regel. Der Seminarkurs gliederte sich in verschiedene Themenblöcke auf, die von einzelnen Schülern oder Schülergruppen bearbeitet wurden. Die Schüler arbeiteten Themen in den Bereichen gesellschaftlicher und politischer Wandel und im Bereich Mensch-Umwelt-Beziehung in China auf. Das Ziel war die Schulung verschiedener Methoden wie das wissenschaftliche Arbeiten oder das Verfassen einer Hausarbeit – den Abschluss bildete die Präsentation. Ein zwanzigminütiges Kolloquium wurde Anfang Juni abgehalten. Die Wertung geht in die Abiturnote ein und kann die mündliche Präsentationsprüfung ersetzen.

Im ersten Block referierte Malaika Schmitz über die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Sie stellte die wesentliche Thesen und Theorien um das Qi und Ying und Yan vor und versuchte, die Widersprüche, die die westliche Physik in der TCM sieht quantenmechanisch zu erklären bzw. auszuräumen. Benjamin Halbritter verglich chinesische und deutsche Großprojekte. Er untersuchte die ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekte von Flughäfen in beiden Ländern. „Frauen in Chinas Gesellschaft“ schlossen den ersten Block ab. Julia Polling und Julia Dressler visualisierten die positiven und negativen Entwicklungen anschaulich mit einer Waage und ließen eignen Umfrageergebnisse zur Situation der Frauen in Deutschland in die Präsentation einfließen.

Poltische Umbrüche und Herausforderung standen im zweiten Teil im Mittelpunkt. Felix Link erklärte gekonnt, wie sich das Selbstbild Chinas entwickelt hat und wagte eine Prognose in die Zukunft. Marc-Philipp Rilling präsentierte die Jahre Mao Zedongs (u.a. Großer Sprung nach vorne) und dessen Rote Garde und kam zum Schluss, dass dies verlorene Jahre für Chinas Gesellschaft waren. Sehr anschaulich und theoriegeleitet stellte Felix Heimburger den Sozialismus chinesischer Prägung den marxistischen und leninistischen Theorien gegenüber und arbeitete heraus, wie und warum ein roter Kapitalismus funktionieren kann.

Während der letzten Pause bestand die Möglichkeit chinesische Spezialitäten zu probieren. Schüler, Eltern und Lehrer scheuten keine Mühe und kredenzten köstliche Speisen. Viele Seminarkursteilnehmer nahmen selbst am Austausch im vergangenen Herbst teil und konnten gut Vergleiche ziehen und richtiges chinesisches Essen einschätzen.

Abgerundet wurde der Abend mit drei Präsentationen zu Mensch-Umwelt Beziehungen. Torben Haufe stellte die Herausforderung der Urbanisierung Chinas dar. Die Wanderbewegung gen Osten simulierte er mit den Zuhörern. Mit der Energieversorgung den damit verbunden Großprojekten befassten sich Florian Langlois und Luan Miftari. Annika Hohner und Marianne Knapp stellten die Umweltprobleme am Beispiel des Smogs und der Wasserverschmutzung dar und konnten eigene Erlebnisse einfließen lassen und so die Probleme anschaulicher machen.

Peter Armbruster beendete die öffentlichen Präsentation mit den Worten: „Wir haben vertiefte und überblicksartige Einblicke in das große und sich schnell wandelnde China erhalten. Natürlich kann dieser Überblick nicht vollständig sein – er macht aber neugierig auf mehr!“.

 

Programm - Präsentationsabend

 

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