Verabschiedungen im Schuljahr 2006/2007

v. l. n. r.: OStR Ernst Jäckle, StD Alfred Hock, OStR Gerd Wohlleben

103 Jahre Gymnasium Trossingen – diese Zahl erreicht zwar nicht ganz die Existenzdauer dieser Lehreinrichtung, sie ist aber trotzdem höchst bemerkenswert. So viele Jahre verbrachten nämlich drei „frische" Pensionäre zusammen am Gymnasium Trossingen. Es sind dies Studiendirektor Alfred Hock, der über 36 Jahre Lehrtätigkeit am Gymnasium Trossingen aufzuweisen hat, Oberstudienrat Gerd Wohlleben, der 34 Jahre in Trossingen unterrichtete, und Oberstudienrat Ernst Jäckle, der auf über 33 Jahre kommt. 

Das Unterrichten, so der Tenor aller Redner bei einer Feierstunde im Kreis des Kollegiums, war das Herzblut aller drei gewesen. Dabei hatten sie sich einige Verdienste erworben, wie Schulleiter Wolfgang Menz hervorhob.

Alfred Hock, der in Triberg aufgewachsen war und dort sein Abitur abgelegt hatte, studierte in Freiburg Mathematik und Physik. Bereits im Jahr 1971 kam er als Referendar ans Gymnasium Trossingen. Nachdem er diese Ausbildungsphase abgeschlossen hatte, blieb er an dieser Schule. Im Jahre 1978 wurde er zum Studiendirektor ernannt und war seinerzeit der jüngste Fachabteilungsleiter im Land Baden-Württemberg. In dieser Funktion war er für Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer an der Schule zuständig. Menz lobte den Jubilar als gewissenhaften, zuverlässigen und loyalen Arbeiter, der mit einer vorbildlichen Haltung seinem Dienst nachgekommen sei, der an allen schulischen Belangen interessiert gewesen sei und der das offene Gespräch gesucht habe. Kritische Kommentare seien immer von dem Bemühen um eine gute Schule geleitet gewesen.

Gerd Wohlleben kam ebenfalls als Referendar im April 1973 Jahren nach seinem Studium der Geschichte und Altphilologie an das Gymnasium Trossingen. In den Jahren zwischen 1970 und 1980 wehte ihm als Lateinlehrer teilweise ein heftiger Wind ins Gesicht, was mit der allgemeinen Wertschätzung dieses Faches zusammenhing. Gerade in diesen Jahren habe Wohlleben für die Kontinuität in diesem Fach gesorgt, so dass heute Latein gesichert sei und sehr gut dastehe, wie Wolfgang Menz in seiner Laudatio hervorhob. „Sie waren 34 Jahre Mr. Latein an unser Schule! Viele Schüler verdanken Ihnen das Latinum." Mit diesen Worten würdigte Menz die Verdienste des Pensionärs. Er hatte nicht nur Generationen von Schülern durch das Latinum „geschleust", sondern auch viele Schülerjahrgänge mit seinen profunden historischen Kenntnis in die Welt der Geschichte eingeführt. Menz wünschte ihm zum Abschied insbesondere eine gute Gesundheit.

Ernst Jäckle, von diesen drei jungen Pensionären als Letzter im Jahr 1974 kommend, brachte nach dem Abitur in Schwenningen an der Technischen Hochschule Stuttgart sein Studium als Diplom-Mathematiker hinter sich. Zunächst arbeitete er drei Jahre in einem großen Industriebetrieb als Systemanalytiker. Als sich aber seine pädagogische Leidenschaft meldete, durchlief er das Referendariat, um im Lehramt tätig werden zu können. Seine berufliche Qualifikation erweiterte er durch ein Kontaktstudium an der Universität Freiburg. Der Schwerpunkt seiner Unterrichtstätigkeit lag naturgemäß auf der Mathematik, daneben unterrichtete Jäckle noch Physik und Informatik. 29 Jahre lang erstellte er in den großen Ferien den Stundenplan, wobei von ihm nicht nur sehr bald gute Computerkenntnisse abverlangt wurden, sondern auch sehr viel Fingerspitzengefühl. Als anerkannter Lehrer und beliebter Kollege habe sich Jäckle eine „große, robuste Portion Humor bewahrt", so sein Schulleiter in der Rede zu Jäckles Verabschiedung. Bei diesen Abschieden nach so langen Jahren, bemerkte Personalratsvorsitzende Inge Maier, „schleicht sich bei uns Wehmut ein."

Der Umgang mit allen dreien sei „aus Erfahrung gut" gewesen. In einer Präsentation verdeutlichte Maier den Werdegang ihrer drei scheidenden Kollegen und hob in einem Ratespiel deren Vorzüge und Besonderheiten hervor. Dem Dank an die Kollegen schlossen sich Vertreter verschiedener Fächer an.

Neu-Pensionär Hock schloss die Feier mit einem Zitat von Ingeborg Bachmann: „Aufhören können, das ist nicht eine Schwäche, das ist eine Stärke." Sprach's und entfernte von seinem seit 1971 benutzten Geodreieck für Tafelskizzen seinen Namen und legte es für seinen nachfolgenden Kollegen in den Schrank.

Wohlleben schloss mit einem lateinischen Spruch: „Lebt glücklich und erinnert euch gelegentlich an uns."

Nach vier Jahren erfolgreicher Lehrtätigkeit verlässt auch Studienrat Harald Bruckert die Schule und wechselt auf eigenen Wunsch nach Rheinland-Pfalz, ebenso Pastoralreferent Benedikt Maier, der mehrere Jahre katholischen Religionsunterricht erteilt hatte und nun eine Stelle in einer neuen Kirchengemeinde in Stuttgart antritt. Im Rahmen dieser Feierstunde wurden die Referendare Juliane Kotulla, Barbara Krumbein, Verena Naujocks, Giljong Kim und Carl Winck verabschiedet, die nach erfolgreicher Beendigung ihrer Ausbildung an anderen Schulen weiterarbeiten werden.

StD Alfred HockStD Alfred HockOStR Gerd WohllebenOStR Ernst Jäckle

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