2012/2013 - Vorlesewettbewerb

in der Mitte v.links nach rechts: Keren Siegel, Schulleiterin Mack, Isabel Kempf 

„Gutes Vorlesen ist, wenn sich niemand langweilt". 

Dieser Grundsatz wurde beim Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen unserer Schule verwirklicht. Nach einer aufregenden Entscheidung setzte sich Isabel Kempf (Klasse 6b) klar als Schulsiegerin durch. Zweite Schulsiegerin wurde Keren Siegel aus der Klasse 6a. 

Das Besondere der Veranstaltung lag zunächst in der konzentrierten Stille, die unter den zuhörenden Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen herrschte. Diese rührte daher, dass alle Vorleserinnen und Vorleser die Spannung und Atmosphäre ihrer Texte auszudrücken vermochten.

Schulsiegerin Isabel Kempf las aus dem Buch „Tita und Leo" von Angelika Waldis. Tita langweilt sich schrecklich. Doch dann entdeckt sie, dass die Tür im Keller das Tor zu einem anderen Jahrhundert ist. Sie landet im Jahr 1899 und lernt Leo kennen, der noch nie ein Auto oder ein Flugzeug gesehen hat und nicht weiß, was ein T-Shirt ist.

Keren Siegel las aus Jack Londons Abenteuer-Klassiker „Wolfsblut", der von einem Wolfshund in der Zeit des Goldrausches in der rauhen Natur Alaskas handelt.

Im zweiten Durchgang lasen die Klassensieger anschließend fortlaufend einen unbekannten Text vor, nämlich Textpassagen aus Claudias Friesers Buch „Oskar und das geheimnisvolle Volk", einem spannenden Kinderkrimi vor der historischen Kulisse der mittelalterlichen Stadt Nürnberg.

Im vorausgegangenen Vorentscheid waren im Klassenverband die besten Leser der sechsten Klasse ermittelt worden. Nun hatte beim Schulentscheid die Jury zu entscheiden, die sich zusammensetzte aus den Elternvertreterinnen Sandra Böck und Anja Benzing, den Schülervertretern Lea Boschert und Joscha Erbis sowie aus den Lehrern  Sabrina Heberle und Johannes Schröder. Der Vorlesewettbewerb, initiiert vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen und Schulen und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, wird in dieser Form bundesweit durchgeführt und ist der größte deutsche Schulwettbewerb. Sinn und Zweck ist es, die Leselust zu fördern und die Kinder zum Lesen zu animieren. Zu bewerten hatte die Jury, ob es dem Kind gelingt, sein Publikum zu erreichen und für das vorgestellte Buch zu interessieren, und ob die einzelnen Lesetechniken wie deutliche Aussprache, sinngemäße Betonung und entsprechendes Lesetempo beherrscht werden.

„Lesen öffnet", führte unsere Schulleiterin Irene Mack bei der Preisverleihung aus. Alle seien Sieger und Gewinner, stellte sie fest, zunächst die, die sich trauen, vor einem neugierigen Publikum aufzutreten und vorzulesen. Aber auch die Zuhörer seien Gewinner. Jede und jeder habe vielfältige Anregungen bekommen durch die Vorauswahl, durch den Lesevortrag selbst durch und durch viel neue Eindrücke.

Als Schulsiegerin wird Isabell Kempf unsere Schule beim Kreisentscheid im Februar 2013 in der Stadtbibliothek Tuttlingen vertreten.